Öffnung des Schulbetriebes

Schulstart am 04.05.2020: Am ersten Montag im Mai dieses Corona-Jahres startete unsere 10. Klasse nach langer Schulabstinenz wieder in einen Schulalltag, der den außergewöhnlichen Zeiten gerecht werden soll. Viele Pressekonferenzen, amtliche Beschlüsse, Absprachen, Planungen und hygienerelevante Hinweise im Schulgebäude waren im Vorfeld nötig, um diese organisatorische Herausforderung zu meistern. All dies war und ist wichtig, damit unsere Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer in einem Umfeld lernen und lehren können, das die Gesundheit schützt.

Maskenpflicht für alle!
Kontaktloser Desinfektionsmittelspender und Pfeile für die erlaubte Laufrichtung im Eingangsbereich
Im gesamten Schulgebäude herrscht „Einbahnstraßen-Prinzip“.
Mindestabstände in Wartebereichen werden optisch angezeigt.
Toilettenbesuche sind reglementiert.
Türklinken sollen nur mit dem Ellenbogen geöffnet werden.
Mindestabstände bei Sitzplätzen sind markiert.

Entsprechend den amtlichen Vorgaben geht nun seit 4. Mai unsere Abschlussklasse in zwei getrennten Gruppen in den sogenannten Präsenzunterricht. Die meisten der Jugendlichen haben mehr oder weniger intensiv in Eigenregie zuhause gelernt und versucht, sich auf die kommende Prüfungszeit vorzubereiten. Und obwohl das lange Ausschlafen und die selbst gewählten Lernzeiten zweifellos ihren Vorteil hatten, sind die meisten doch froh, wieder in die Schule gehen zu dürfen. Natürlich haben die oben bereits genannten Auflagen Nachteile für die geselligen Zehntklässler. Es entsteht teilweise das Gefühl des Alleinseins, da der Sicherheitsabstand immer eingehalten werden muss. Die Maskenpflicht ist unter Umständen sehr anstrengend, so kann es zum Beispiel beim Treppensteigen zu ungewohnter Kurzatmigkeit kommen. Und die Wege im Schulhaus sind durch das Einbahnstraßen-Prinzip länger geworden, zumal „die Großen“ ausschließlich die Toiletten in der zweiten Etage nutzen dürfen.

Auch andere Probleme belasten die Abschlussklasse. So ist nicht sicher, in welchem Rahmen der letzte Schultag oder die Zeugnisausgabe stattfinden können. Viele haben Zukunftsangst, da zum Teil Bewerbungsgespräche verschoben wurden und bei manchem kleinen Handwerksbetrieb fraglich ist, ob er die Krise überlebt. So wissen einige der Schülerinnen und Schüler nicht, ob ihr Ausbildungsplatz überhaupt sicher ist. Generell ist die fehlende Planungssicherheit ein Problem, da auch die Präsentation der Projektarbeiten nicht im gewohnten Rahmen stattfinden kann und keiner weiß, wie ein längerfristiger Stundenplan aussieht.

Trotz allem herrscht in der Klasse eine gut gelaunte Atmosphäre, denn die Mädchen und Jungen haben auch Positives zu berichten. So loben sie das Kollegium, dass bei anstehenden Leistungsüberprüfungen viel Rücksicht auf die derzeitige Lernsituation nimmt. Einige sagen, dass sie sich in der Schule aufgrund der Ruhe besser konzentrieren können und dadurch Aufgaben leichter fallen. Und letzten Endes herrscht die einheitliche Meinung, dass die Lehrerinnen und Lehrer gut gelaunt und optimistisch in den Unterricht kommen.

Ab 11.Mai kommen dann auch die vierten und neunten Klassen gruppenweise in die Schule. Und auch hier werden alle Beteiligten versuchen, ein positives Lernklima zu schaffen. Denn es ist ein Fakt, dass Bildung sehr glücklich und gelassen machen kann.