Ag Junge Aquarianer


Mit Beginn des neuen Schuljahres 2013/2014 bezogen wir unsere neue Gemeinschaftsschule in Tanna. Die Arbeitsbedingungen haben sich dadurch für Schüler und Lehrer deutlich verbessert. Die farbenfrohe Gestaltung des Schulgebäudes trägt auch zu mehr Wohlbefinden bei. Nun heißt es, die Schule mit Leben zu erfüllen, die Attraktivität des Lernortes für unsere Schüler zu erhöhen und dabei die gegebenen Möglichkeiten zu nutzen.

 

Während der zwei Jahre an der Hirschberger Regelschule war für viele Schüler das Warmwasseraquarium neben dem Chemieraum ein willkommener Anlaufpunkt, um sich an den bunten Fischen zu erfreuen. Mit viel Aufmerksamkeit wurde auch die Fortpflanzung jener registriert und man quittierte mit einem Lächeln oder Staunen, wenn sich die Fischlarven in den Netzaufzuchtkasten weiterentwickelten. Die angeborene Tierliebe ging bei manchen soweit, das sie die Fische mit Kuchen fütterten, was man natürlich unterlassen sollte.

 

„Aquarienpflege soll ein Vergnügen sein, soll Freude und Erholung bieten, vielleicht sogar vergnügliche Wissensvermittlung durch sinnvolle Freizeitgestaltung.“ So geschrieben steht es in dem Buch „Aquarienpraxis kurz gefasst“ von Hans Frey. Diese Aussage ist auch unser Motto bei der Durchführung der Arbeitsgemeinschaft.

 

Außerdem wollen wir für unsere Mitschüler eine Möglichkeit schaffen, sich wie in Hirschberg an den Aquarien zu erfreuen und Entspannung in den Pausen dort zu finden.

 

Seit dem 19.09.2013 besteht unsere Arbeitsgemeinschaft „Junge Aquarianer“. Die aktiven Mitstreiter kommen alle aus der Klasse 5 von Frau Sommer. Zu ihnen gehören: Toni Geipel, Jakob Haußner, Alexander Krauß, Leon Vogt und seit dem 09.01.2014 Marc Baumert.

 

Begonnen haben wir mit der Wiedereinrichtung von unserem alten Kaltwasseraquarium. Leon Vogt hatte in Zusammenarbeit mit seinem Opa Gründlinge, Moderlieschen, eine kleine Schleie und Teichmuscheln beim Abfischen aus den Leitenteichen besorgt. Die Pumpe mit Filter, die Anlage mit dem Sprudelstein und die Beleuchtung hatten unbeschadet die zweijährige Einlagerung überstanden und konnten wieder voll eingesetzt werden. Bis heute fühlen sich die Bewohner in ihrem neuen Lebensraum wohl, da sie auch Versteckmöglichkeiten unter Wasserpflanzen und einer Wurzel haben.

 

Am Ende des Jahres 2014 bekamen wir von Familie Sebastian Hopf ein Warmwasseraquarium mit technischen Zubehör, einem Unterschrank und Fischfutter geschenkt. Ein Fadenfisch und vier Neonsalmler sowie ein Sortiment an Wasserpflanzen gehörten zur Ausstattung. Neue Fischarten bereichern nun unsere biologische Sektion in der Pausenhalle der zweiten Etage. Vielen Dank an Familie S. Hopf für die Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft.

 

In der Arbeitsgemeinschaft lernen die Kinder das Einrichten eines Aquariums kennen und können dabei selbstständig kreativ werden.

 

Schnell haben sie erkannt, wie eine Pumpe mit Filter arbeitet, aber an der Feinmotorik bei dem Auseinandernehmen, dem Reinigen und dem Zusammenbau muss noch geübt werden. Warum diese Geräte in einem Aquarium notwendig sind, dass haben sie durch gemeinsames Ergänzen ihrer Erfahrungen schnell herausgefunden.

 

Besonderen Spaß macht ihnen der Umgang mit dem Mikroskop. Was gibt es da im Schmutz nicht alles zu entdecken, welchen der Filter aus dem Wasser herausgeholt hat. Unter 40-400-facher Vergrößerung offenbart sich den Kindern eine ganz neue Welt mit durchsichtigen Würmern, Glockentierchen, Rüsselrädchen und Pantoffeltierchen. Begeistert wird jede Entdeckung dem anderen mitgeteilt.

 

Die Schüler haben eine enge Beziehung zu ihren Tieren aufgebaut und zeigen dies durch einen sorgsamen und behutsamen Umgang mit ihnen. Oft schauen sie nach, ob es ihren Fischen im Aquarium auch gut geht, wenn nicht, dann konsultieren sie den Betreuer, um Abhilfe zu schaffen.

 

Große Neugier zeigen sie bei neuen Fischarten, wie zum Beispiel bei den Kampffischen, die zur Gruppe der Labyrinthfische gehören. Neben den Vorkommen dieser Fische ist es natürlich interessant zu erfahren woher ihr Name stammt und wie sie es schaffen, ihre Farbnuancen zu verändern. Dabei nutzen wir die technischen Möglichkeiten in Fachraum Chemie in Form von Computer und Beamer.

 

In diesem Schuljahr wollen wir es schaffen,dass die fünf jungen Aquarianer immer selbstständiger die Versorgung der Fische und das Säubern der Aquarien übernehmen.

Vielleicht entwickelt sich dabei ein neues Hobby bei unseren Kindern.